4. Bestätigung der Ehe nach der Eheschließung

Nach einer außergerichtlichen Eheschließung muss die nachträgliche Bestätigung durch das Familiengericht beantragt werden, wenn eine amtliche Eheschließungsurkunde benötigt wird.

 

Für die Bestätigung einer außergerichtlich geschlossenen Ehe werden die gleichen Dokumente benötigt, die für die Anzeige der Eheabsicht vor Gericht erforderlich sind (siehe Anzeige der Eheabsicht vor Gericht).

Ausnahme: Ist die Ehefrau schwanger bzw. ist bereits ein Kind/Kinder aus der Ehe geboren, kann die Bestätigung der Eheschließung unter erleichterten Bedingungen erfolgen.

Erforderlich sind in diesem Fall nur folgende Dokumente:

(1) Eine Bescheinigung über die Gültigkeit der außergerichtlichen Eheschließung, ausgestellt vom Ortsvorsteher

(ohne Abbildung)

(2) Kopie des Auszugs der Personenstandsbehörde für Einzelpersonen

Diesem ist der Personenstand der Parteien zu entnehmen. (ohne Abbildung)

Ausnahme: Eine Kopie des Auszugs aus dem Personenstandsregister für Palästinenser

Palästinenser, die in Syrien wohnhaft sind, müssen ein spezielles Formular vorlegen. (ohne Abbildung)

(3) Ein ärztliches Attest, das eine Schwangerschaft im mindestens vierten Monat bestätigt

Die Echtheit des Attests kann der Richter durch einen Amtsarzt oder durch eine Klinik überprüfen lassen. (ohne Abbildung)

(4) Sollte das Ehepaar bereits ein Kind bekommen haben, muss eine Bestätigung vom Krankenhaus oder von dem Arzt, der die Geburt begleitet hat, vorgelegt werden. (ohne Abbildung)

(5) Außerdem ist für die Bestätigung einer Eheschließung mit Beteiligung eines nichtarabischen ausländischen Ehegatten die Erlaubnis des Innenministeriums einzuholen.

Liegen diese Dokumente vor, kann die Ehe nachträglich bestätigt werden. Es wird dabei vermerkt, wenn die Frau schwanger bzw. das Kind schon geboren ist.

 

Die Eheschließung wird sodann bei der Personenstandsbehörde registriert. Auf Wunsch stellt diese jederzeit einen Auszug aus dem Eheregister aus.

siehe auch:

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